|
156*
FERNAND LÉGER
Argentan 1881-1955 Gif-sur-Yvette
Vie
Entstanden um 1951/1952.
Fresko, fachmännisch abgelöst und auf neues Trägermaterial aufgezogen, 103 x 132 cm
CHF 130'000 / 160'000
EUR 100'000 / 123'077
USD 118'182 / 145'455
Zuschlag (inkl. Aufgeld) CHF 224'400 | EUR 172'615 | USD 204'000
Weitere Informationen: Zustandbericht von Laurent Laxenaire, conservateur restaurateur de peinture, spécialiste des supports peints, vom 14. Mai 2004
Echtheitsbestätigung von Hélène Thénier-Samoïlov und Pierre Thénier vom 30. Juni 2007
Echtheitsbestätigung von Nathalie Thénier-Samoïlov vom 4. Juli 2007
Echtheitsbestätigung von François Lorenceau, Brame & Lorenceau, vom 5. Juli 2007
Provenienz: Haus von Fernand Léger in Lisores, Normandie
Hélène Thénier-Samoïlov und Pierre Thénier
Schweizer Privatsammlung
Im Dezember 1945 kehrt Fernand Léger (1881-1955) aus den USA, wo er die Zeit während des Zweiten Weltkrieges verbrachte, zurück nach Paris. Zwei Jahre nach dem Tod seiner Ehefrau Jeanne im Jahr 1950, heiratet er seine ehemalige Schülerin und engste Mitarbeiterin Nadia Khodossievitch (1904-1982). In dieser Zeit muss das zur Versteigerung gelangende Werk - ein Fresko, das fachmännisch abgelöst und auf neues Trägermaterial aufgezogen wurde - gemäss Echtsheitsbestätigung von Hélène Thénier-Samoïlov und Pierre Thénier vom 30. Juni 2007 entstanden sein. Es stammt ursprünglich aus dem Haus von Fernand Léger in Lisores, Normandie.
Fernand Leger wurde 1881 in Argentan, in der nähe von Lisores, geboren. Das ländliche Anwesen erbte er von seinem Vater, der Viehzüchter war. Es diente Léger vor allem als Zufluchtsort und nur wenige nahe Freunde wurden dorthin eingeladen wie etwa sein Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler, die Clowns Zavatta oder eben seine zweite Frau Nadia Khodossievitch mit Wanda, die Stieftochter von Léger.
Léger, der erst nach einer Lehrzeit in einem Architekturbüro zur Malerei kam, gelangte nach ersten impressionistischen Schritten zur geometrischen Abstraktion. Dabei benutzte er Kuben, Zylinder, Kugeln und erreichte durch starkte Farb- und Formkontraste eine neue plastische Intensität. Die etwas später entstandenen Werke sind charakterisiert durch eine klare vertikale und horizontale Struktur, die von einer architektonischen Organisation zeugen. In den 30er und 40er Jahren ist der Einfluss des Surrealismus in seinen Werken sichtbar.
1925 schuf er die ersten Wandbilder. Im zur Versteigerung gelangenden Werk, das um die Zeit des Wandgemäldes im grossen Saaal des UNO Hauptgebäude in New York (1952) entstanden ist, sind die geometrischen Elemente einer weicheren Linienführung gewichen, wobei die hergebrachte Farbwahl beibehalten wurde. Entstanden ist eine leicht wirkende harmonische abstrakte Komposition, die Ruhe und Ausgewogenheit ausstrahlt.
|