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PIERRE-AUGUSTE RENOIR
Limoges 1841-1919 Cagnes

Le pont à Biot

Unten links die Stempelsignatur "Renoir". Rückseitig auf dem Keilrahmen bezeichnet "Atelier 459". Ferner alte Etikette der Galerie A. Gattlen, Lausanne, mit der Bezeichnung "Monet à Picasso, 8 juin-6 juillet 63 Renoir No. 19 du Cat.".


Öl auf Lwd., 31,8 x 38,5 cm

CHF 250'000 / 350'000
EUR 192'308 / 269'231
USD 227'273 / 318'182

Sold for (incl. buyers premium)
CHF 317'200 | EUR 244'000 | USD 288'364


Ulteriori informazioni:
Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis "Catalogue critique du peintre Pierre-Auguste Renoir" des Fond d'archives François Daulte, Durand-Ruel, Venturi, Vollard und Wildenstein aufgenommen (Schriftliche Bestätigung des Wildenstein Institute, Paris vom 20. April 2010).

Literatur:

Bernheim-Jeune, L'Atelier de Renoir, Paris 1931, 2 Bde., Bd. II, pl. 148, No. 459

Lionello Venturi, Impressionists and symbolists, Monet à Lautrec, New York 1950, pl 112



Provenienz:

Frank Baer Collection Woodlands Corner

West Byfleet, Surey

Galerie A. Gattlen, Lausanne

Schweizer Privatsammlung



"Für mich muss ein Gemälde vor allem schön, liebenswert und erfreulich sein ja etwas richtig Hübsches. Es gibt in diesem Leben genug unangenehme Dinge, man muss nicht noch neue dazu schaffen." (Pierre-Auguste Renoir) Obwohl Pierre-August Renoir (1841-19) mit fortschreitendem Alter an schwerem Rheumatismus litt, der seine Hände verkrüppelte, so dass er kaum noch den Pinsel halten konnte, schuf er zahlreiche einzigartige Gemälde. Seit 1898 zog es ihn in südlichere Gefilde - wie nach Essoyes in der Champagne, Aix-les-Bains, Grasse, Cannes oder in die Provence - um dem unwirtlichen Klima von Paris zu entfliehen. Die südfranzösische Landschaft - insbesondere aus der Gegend um Cagnes, wo Renoir auf dem Landgut Les Collettes ab 1908 seine letzten Lebensjahre verbrachte, inspirierte den Maler ausserordentlich. Hier entstanden zahlreiche stimmungsvolle Landschaften, wozu auch das hier präsentierte Gemälde "Le pont à Biot" gehört. Renoirs späte Landschaften sind relativ kleinformatig und mit Pinselstrichen voller kräftiger Farbe skizziert. Mit diesen Bildern des mediterranen Landstriches kam er den Werken seines erklärten Vorbildes Jean-Baptiste Camille Corots (1796-1875) sehr nahe. Einige Gebäude - oder wie hier auf dem Bild die kleine Brücke - geben der Komposition - ganz ähnlich wie bei den Arbeiten der grossen Freilichtmaler Barbizons - ihre feste Struktur. Das frische, mit Spuren von Rot und Gelb gemischte Grün für die Baume und die Wiese jedoch verleiht der Darstellung einen objektiveren Eindruck mit verfeinerter Form. Auch das allein von Renoir so gesehene Blau des südlichen Himmels bricht das Licht auf der Wiese und der kleinen Brücke und verschwindet im violettgrauen Schimmer am Horizont. Die starke Räumlichkeit der Komposition verstärkt den Eindruck sachlicher Beobachtung und entfaltet die Impression einer schönen und idyllischen Sommerlandschaft.
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