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CAMILLE PISSARRO
Saint-Thomas 1830-1903 Paris
Brouillard à Éragny
Unten rechts signiert "C. Pissarro" und datiert "(18)84". Rückseitig auf dem Keilrahmen bezeichnet "Brouillard à Éragny". Ausserdem alte Etiketten der Galerie A. Gattlen, Lausanne. Eine davon mit der Bezeichnung "Monet à Picasso, 8 juin-16 juillet 63 Pissarro No. 16 du Cat.".
Öl auf Lwd., 36 x 48 cm
CHF 300'000 / 400'000
EUR 230'769 / 307'692
USD 272'727 / 363'636
Sold for (incl. buyers premium) CHF 375'200 | EUR 288'615 | USD 341'091
Literatur: Ludovic Rodo Pissarro und Lionello Venturi, Camille Pissarro, 2 Bde., 1. Aufl. Paris 1939, Reprint San Francisco 1989, Nr. 634 mit Abb.
Galerie Gattlen, Lausanne (Hrsg.), De Monet à Picasso, Lausanne 1963, S. 8, Nr. 16 mit Abb.
Joachim Pissarro und Claire Durand-Ruel Snollaerts, Pissarro, Critical Catalogue of Paitings, Paris 2005, 3 Bde., S. 502f., Nr. 755
Ausstellung: A. Gattlan Galerie, Lausanne, De Monet à Picasso, 8. Juni bis 16. Juli 1963, Nr. 16
Provenienz: Bis 1906 im Besitz der Gattin des Künstlers Julie Pissarro
Anschliessend Maximilian Luce, Paris
Galerie A. Gattlen, Lausanne (3. August 1964)
Zuletzt Schweizer Privatsammlung
Camille Pissarro (1830-1903) gilt heute als einer der bedeutendsten und produktivsten Impressionisten. Obwohl kunstakademisch geschult, gab Pissarro bereits ab den 1870er Jahren seiner leidenschaftlichen Verachtung für die Salonausstellung Ausdruck und lehnte es kategorisch ab, sich den akademischen Regeln und traditionellen Bildinhalten zu unterwerfen. Befreit von den Richtlinien der Akademie konnte sich Pissarro vielerlei Sujets zuwenden und verschiedene Maltechniken ausprobieren. Bemerkenswert war insbesondere, dass er sich nunmehr verstärkt auf die Betonung von Licht in seinen unterschiedlichen Qualitäten konzentrieren konnte. Hierbei hob er oftmals den Effekt einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit hervor, was auch auf dem hier präsentierten Gemälde "Brouillard à Éragny" deutlich zu erkennen ist.
Eine wichtige Stellung in seinem Werk nehmen die intimen und fast gedämpft wirkenden menschenleeren Landschaften von Eragny ein. Ab 1882 lebte Pissarro vor allem in dem Dorf Eragny, wo er den grössten Teil seines Werkes schuf. Zwanzig Jahre lang konzentrierte sich Pissarro auf dieses begrenzte Gebiet, auf die visuellen Eindrücke und Motive, die sich in über zweihundert Gemälden und hunderten von Aquarellen und Zeichnungen wiederfinden. Eines seiner bevorzugten Motive war der Saum des baumbestandenen Hügels von Bazincourt, der auch hier - in stimmungsvollen Nebel getaucht - auf dem präsentierten Gemälde gezeigt wird.
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